Bewegungsspiele machen den meisten Kindern richtig viel Spaß. Besonders, wenn sie in der Turnhalle und mit viel Platz für Bewegung stattfinden. In diesem Beitrag findest du 15 tolle Bewegungsspiele für 3-6 Jährige, die Freude und Abwechslung in die Kinderturnstunde bringen. Zusätzlich bekommst du hilfreiche Hinweise zur motorischen und kognitiven Fähigkeiten von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren, welche dir beim Planen einer Turnstunde helfen. Als Bonus findest du am Ende eine fertige 45 minütige Turnstunde zum Nachmachen
Inhalt
Motorische & Kognitive Entwicklungsschritte von 3-6-jährigen Kindern
Es ist deutlich leichter, Bewegungsspiele auszusuchen und anzuleiten, wenn Du die motorischen und kognitive Entwicklungsstufen der Kinder im Blick hast. Ich habe sie dir daher kurz und bündig als Orientierungshilfe zusammengefasst. Natürlich ist jedes Kind anders und Entwicklungsschritte erfolgen ganz individuell.
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Bewegungsideen für die Kleinsten
Kinder im Alter von 3 Jahren:
- Motorik: Sicheres Gehen und Rennen, Treppensteigen mit abwechselnden Füßen, erste Hüpfer auf einem Bein, Ball mit beiden Händen fangen.
- Kognition: Starkes Symbol- und Nachahmungsspiel, einfache Regeln begreifen, kurze Anweisungen umsetzen.
Kinder im Alter von 4 Jahren:
- Motorik: Einbeiniges Hüpfen, über niedrige Hindernisse springen, traut sich beim Klettern und balancieren ggf. mehr zu, kann rollbretter oder andere rollende Fahrzeuge (Fahrrad, Roller) sicherer führen. Ball auf ein Ziel werfen oder mit dem Fuß schießen.
- Kognition: Beginnt zu planen, merkt sich Abläufe, denkt in klaren inneren Bildern, kann einfache Mengen und Regeln erfassen, nimmt andere stärker bewusst wahr (Empathie entwickelt sich).
Kinder im Alter von 5 Jahren:
- Motorik: Bewegungen werden komplexer, z.B. schneller Richtungswechsel, Ball zielsicher werfen, fangen und schießen, mehr Kraft und Ausdauer.
- Kognition: Regelverständnis wächst, Gedächtnisleistungen nehmen zu, Kind versteht Abfolgen, kann besser warten und Aufgaben in Teilschritte zerlegen.
Kinder im Alter von 6 Jahren:
- Motorik: Sicher im Klettern und Balancieren, geschickte Bewegungen, kann komplexere Bewegungsspiele mitspielen und erste einfache Sportspiele mitmachen, Bewegungskombinationen sind möglich (z.B. Springen und Werfen).
- Kognition: Kann mehrere Anweisungen nacheinander verarbeiten, Regeln erklären und einhalten, zeigt gezielte Problemlösung und beginnt, mit anderen zusammenzuarbeiten.
Bedeutung für die Durchführung von Bewegungsspielen
3–4-Jährige: Kinder in diesem Alter benötigen einfache, klare Regeln und Wiederholungen. Sie haben Spaß an Nachahmung und Rollenspielen. Spiele sollten möglichst alle Kinder einbinden, kurze Anweisungen und wenig Wartezeit haben. Vermeide es, das Kinder ausscheiden. Stattdessen sollte sich im Spiel ihre Rolle verändern. Ausscheiden der Kinder sollte vermieden werden, stattdessen erfolgt eine Veränderung der Rolle (z.B. gefangenes Kind wird auch zum:zur Fänger:in).
5–6-Jährige: Kinder in diesem Alter verstehen komplexere Regeln besser und können sie befolgen. Sie probieren gern neue Bewegungsarten aus und können sich besser absprechen. Spiele mit Team- und Wechselaufgaben sind möglich, sie probieren gern kleine Wettkämpfe aus.
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Für das Anleiten von Bewegungsspielen bedeutet das:
- Klare Struktur vorgeben und Regeln wiederholen
- Bei Jüngeren viele bewegte Vorbild-Übungen und alles vormachen
- Viel Bestärkung und Wiederholungen, Frustration abfedern
- Lange Wartezeiten vermeiden – überlege Dir vorher, mit welchen Worten du das Spiel anleitest.
- Setze in jeder Turnstunde Bewegungsschwerpunkte und variiere diese
- Spiele schrittweise steigern: von Nachahmungsspaß über einfache Regeln bis zu ersten Team- oder Wettbewerbsformen
- Baue immer Bewegungspausen in Form von Freispielphasen ein. Währenddessen dürfen die Kinder ihr eigenes Tempo und Spielvarianten wählen.
Die Entwicklungsschritte bestimmen, wie lang und komplex Bewegungsspiele sein dürfen und wie viel Anleitung oder Freiheit die Kinder brauchen. Wichtig ist, dass alle sich einbringen können, niemand überfordert wird und die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt steht.
Ausscheiden vs. Rollenveränderung
Beim Bewegungsspiel sollte das Ziel sein, dass Kinder möglichst lange in Bewegung bleiben. Statt dass Kinder ausscheiden und auf der Bank sitzen, ist es sinnvoller, ihre Rolle im Spiel zu verändern. Das bedeutet, wer „raus“ ist, bekommt eine neue aktive Aufgabe und bleibt so eingebunden.
Rollenveränderung bedeutet: Ein Kind wird zum Beispiel statt Zuschauer:in einfach zum:zur Fänger:in, Hilfsrichter:in, zum Helferlein oder bekommt eine andere aktive Aufgabe. Diese Rollenveränderung hält die Motivation hoch, vermeidet Langeweile und Frust und fördert das gemeinsame Spiel und die Bewegung aller Kinder. So erleben sie Erfolg, Spaß und vielfältige Bewegungserfahrungen. Dieses Vorgehen unterstützt ein inklusives und positives Miteinander im Spiel.
Bewegungsspiele für die Turnhalle ab 3 Jahre
1. Feuer, Wasser, Sturm
Material: Turnbänke, Matten oder kleine Kästen
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Die Kinder laufen durch die Halle. Du rufst nacheinander Befehle aus, bei denen die Kinder schnell handeln müssen:
- Feuer: Alle Kinder laufen in eine Ecke der Turnhalle oder zu einer Tür.
- Wasser: Alle Kinder klettern auf eine Bank oder einen Kasten, damit die Füße trocken bleiben und nicht vom Hochwasser erwischt werden.
- Sturm: Bei „Feuer“ laufen sie in die Ecke, bei „Wasser“ klettern sie auf eine Erhöhung, bei „Sturm“ legen sie sich auf den Bauch.
- Eis: Alle Kinder frieren ein und dürfen sich erst bewegen, wenn Du das Signal gibst.
Erweiterungen:
- Kaugummi: Jedes Kind „klebt“ sich mit dem Rücken oder dem Bauch an eine Wand. Du kannst dann versuchen, die Kinder von der Wand abzuziehen indem Du vorsichtig an an ihren T-Shirts ziehst.
- Marienkäfer: Alle Kinder legen sich auf den Rücken und zappeln mit den Beinen
Hinweise:
- Aufwärmspiel: Wenn du das Spiel zu beginn einer Stunde spielst, ist es ein tolles Aufwärmspiel. Achte dann darauf, dass die Kinder nicht oder maximal für eine Runde ausscheiden, wenn sie z.B. als letztes auf die Turnbank klettern.
- Abschlussspiel: Wenn Du das Spiel als Abschlussspiel anleitest, kannst Du es mit Ausscheiden spielen. Ausgeschiedene Kinder dürfen dann schon mal in die Umkleide bzw. zu ihren Eltern gehen. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn ihre Eltern schon zum Abholen da sind.
- Zwischen jeder Runde kannst du verschiedene Laufformen ansagen: „Wir laufen jetzt seitwärts/ im Hopserlauf/ rückwärts weiter.“
- Spiele das Spiel anfangs nur mit den Variante Feuer, Wasser, Sturm und Eis. Haben die Kinder das Spiel verstanden und kennen die Regeln, kannst du die Erweiterungen hinzufügen.
2. Der Plumpsack geht um
Material: Sandsäckchen, Taschentuch oder Stofftier
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Alle Kinder bis auf eines sitzen im Kreis. Alle singen folgendes Lied:
„Dreht euch nicht um,
denn der Plumpsack geht um!
Wer sich umdreht oder lacht,
kriegt den Buckel voll gemacht!“
Ein Kind läuft außen herum und lässt das Säckchen hinter einem Kind seiner Wahl fallen. Das gewählte Kind steht auf und versucht das Plumpsack-Kind zu fangen. Dieses versucht wiederum, sich schnell auf den frei gewordenen Platz zu setzen. Schafft es das, ist das fangende Kind der:die neue Plumpssackträger:in. Das Lied wird nun wieder gemeinsam gesungen, solange, bis das Kind das Säckchen hinter dem nächsten Kind fallen lässt.
Hinweis: Achte Als Spielleitung darauf, dass alle Kinder einmal dran kommen. Du kannst fragen: „Wer noch nicht dran war, hebt bitte einmal die Hand“
3. Ente, Ente, Fuchs

Material: keins
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Alle Kinder bis auf eines stehen oder sitzen im Kreis. Ein Kind geht/ läuft um die Kinder herum und tippt sie dabei an. Es ruft bei jedem Antippen „Ente“. Ruft es jedoch „Fuchs“ muss das getippte Kind schnell aufstehen und das tippende Kind fangen. Wichtig ist, dass beide in diesselbe Richtung laufen. Ziel des tippenden Kindes ist es, es in die frei gewordene Lücke zu schaffen.
Hinweis: Das Spiel braucht wenig Platz und lässt sich auch wunderbar in kleineren Räumen spielen.
4. Zimmer aufräumen (Halte das Feld frei)
Material: Turnbank, Schwämme, Bierdeckel (ohne Biermarke drauf) oder kleine Reissäckchen, Timer
Dauer: 5 Minuten pro Spielrunde
Beschreibung: Grenze ein Spielfeld ein, dass ungefähr so breit ist, wie eine lange Turnbank. Lege in jedes Spielfeld gleich viele Schwämme. Es sollten mindestens 3-fach so viele Schwämme wie Mitspieler:innen sein. Bilde dann zwei Teams und leite das Spiel wie folgt an: „Eure Eltern haben gesagt, ihr sollte eure Zimmer aufräumen. Aber ihr habt aber überhaupt keine Lust und werft euer Spielzeug (die Schwämme) lieber in das Nachbarzimmer, also über die Bank auf die andere Seite. Ich stoppe die Zeit und am Ende zählen wir, wie viele Spielzeuge noch auf eurer Seite liegen.“ Stelle einen Timer auf 3 min. Nach jeder Runde werden die Schwämme gemeinsam gezählt, dann wieder gleichmäßig im Feld verteilt und eine weitere Runde gespielt.
Hinweise: Es gilt die Regel, dass immer nur ein Schwamm geworfen werden darf. Ältere Kinder können ruhig längere Runden spielen.
5. Eierlauf
Material: Parkour aus Turngeräten, tiefe Esslöffel, Suppenkellen und Tischtennisbälle
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Baue einen einfachen Parkour zum Balancieren auf. Zum Beispiel aus Turnbänken, kleinen Sprungkästen und Sprungbrettern. Lege einen Start- und einen Zielpunkt fest. Die Kinder stellen sich in einer Reihe auf und bekommen einen Löffel und einen Tischtennisball. Jüngere Kinder können auch eine Suppenkelle nutzen. Die Kinder tragen den Ball auf dem Löffel balancierend durch den Parkour.
Hinweise:
- Bei älteren Kindern: Wenn der Ball runterfällt, startet der Parkour von vorne. Die Kinder können zählen, wie oft sie es volständig durch den Parkour geschafft haben.
- Bei jüngeren Kindern wird der Ball einfach wieder auf den Löffel gelegt und der Parkour fortgesetzt.
6. Schatzklau
Material: Bälle, Tücher oder andere kleine Gegegenstände
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Lege eine Matte an ein Ende des Raumes. Alle Kinder stellen sich am anderen Ende der Halle auf. Leite das Spiel wie folgt an: „Ihr seid kleine Pirat:innen und möchtet meinen Schatz klauen. Ich, die Oberpiratin, bewache meinen Schatz natürlich gut. Aber manchmal werde ich gaanz müde und schlafe ein. Dann dürft ihr euch leise anschleichen und versuchen, einen meiner Schätze zu klauen. Aber Achtung: wenn ich euch höre, dann wache ich auf und versuche euch zu fangen. Dann lauft ihr schnell wieder zurück an die Wand.“ Kinder die gefangen werden, werden auch zu Oberpirat:innen.
7. Pferd und Reiter:in
Material: Gymnastikreifen, optional Hindernisse (Matten, Bänke)
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Jeweils zwei Kinder nehmen sich einen Gymnastkreifen. Ein Kind steht innerhalb des Reifens und ist das Pferd, das andere Kind fässt den Reifen außerhalb an und ist der:die Reiter:in. Der:die Reiter:in lenkt das „Pferd“ durch den Parkour. Danach werden die Rollen getauscht.
8. Kettenfangen

Material: keins
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Ein Kind wird als Fänger:in bestimmt. Alle anderen Kinder verteilen sich im Raum. Auf ein Startzeichen versucht das fangende Kind ein anderes Kind zu fangen. Gelingt dies, fassen sich beide Kinder an die Hände und fangen gemeinsam weiter. So wird die kette immer länger.
Hinweis: Wenn die Gruppe sehr groß ist, kannst Du eine Zahl bestimmen, ab der sich die Kette wieder teilt. Es kann aber auch lustig sein, wenn am Ende eine riesengroße Kette besteht.
9. Krokodil im Nil
Material: 3-4 kleine Turnmatten
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Lege 3-4 Turnmatten jeweils an der kurzen Seite aneinander in die Mitte der Turnhalle. Das ist der Fluss. Im Fluss lebt ein Krokodil (Spielleitung). Alle Kinder stellen sich an ein Ende der Halle. Ziel des Spiels ist es, auf die andere Seite des Flusses zu gelangen ohne vom Krokodil gefangen zu werden – das Krokodil darf den Fluss nicht verlassen. Die Kinder rufen gemeinsam „Krokodil im Nil“ und laufen anschließend gemeinsam los. Wer gefangen wird, ist in der nächsten Runde auch ein Krokodil. Die Kinder laufen so lange von einer Seite auf die andere, bis nur noch eines oder keins übrig ist.
Hinweis: Die Kinder müssen über die Matten laufen. Stelle am besten eine Begrenzung (z.B. Turnkasten) ans Ende der Matten, sodass das Spielfeld klar markiert ist.
10. Schwungtuchspiele
Material: ein Schwungtuch, optional Bälle und Schwämme
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Die Kinder fassen das Schwungtuch. Jetzt gibt es eine Reihe an Spielen, die Du nacheinander anleiten kannst.
Auf dem Wasser
- Wellen: Erst bewegt sich das Wasser ganz ruhig, dann kommt ein Sturm auf und alle bewegen das Tuch so schnell, wie sie können. Das wird mehrfach wiederholt.
- Schiffe: Jetzt kannst du ein Schiff (einen Softball) aufs Wasser geben. Alle bewegen das Tuch so, dass das Schiff nicht herunterfällt. Du kannst auch mehrere Bälle auf das Tuch werfen.
- Schiffe versenken: Die Gruppe versucht die Bälle nacheinander durch die Mitte des Schwungtuchs zu bugsieren, sodass sie dort durch das Mittelloch fallen.
Auf- und nieder
- Platztausch: Alle greifen das Schwungtuch. Jetzt sagst du verschiedene Sachen an. Zum Beispiel: „alle, die etwas gelbes anhaben suchen sich einen neuen Platz“. Ziel ist es, dass das Tuch in der Luft bleibt, auch wenn viele Kinder den Platz tauschen.
- Drunterlaufen: Für dieses Spiel braucht man mehrere Erwachsene, die das Tuch mit halten. Erst hebt ihr das Tuch gemeinsam hoch und runter. Dann laufen die Kinder unter das Tuch und schnell wieder raus. Ziel ist es, wieder unter dem Tuch hervor zu kommen ohne davon berührt zu werden. Du kannst auch, wie beim Platz tausch, Merkmale ausrufen: „alle Kinder, die gerne Müsli essen dürfen unter das Tuch laufen. So lässt es sich auch gut ohne weitere Erwachsene spielen.
- Zelt bauen: Lasst das Tuch nun drei Mal hoch und runter schwingen. Beim dritten Mal zieht ihr das Tuch hinter eurem Rücken entlang runter und setzt euch dann mit dem Po drauf. So entsteht eine Art Zelt. Das könnt ihr mehrfach machen.
- Fliegen lassen: Zum Abschluss lasst ihr das Tuch hoch und runter schwingen und lasst es alle gleichzeitig los. „Wir lassen das Tuch nun 5 Mal hoch und runter schwingen, beim 5. Mal lassen wir alle los.“
Tipp: Für das Schwungtuch gibt es unendlich viele Spielmöglichkeiten. Weitere Schwungtuchspiele findest du auf der Seite: xxx
11. Stopptanz
Material: Musik, Musikanlage
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Wähle kindgerechte Musik aus. Sobald diese angeht, dürfen sich die Kinder ausgelassen zur Musik bewegen. Wenn die Musik stoppt, erstarren sie in der Bewegung. Wer sich bewegt scheidet entweder aus und darf zuschauen oder bekommt eine neue Rolle (z.B. gut beobachten, ob sich ein Kind bewegt oder die Musik stoppen/starten).
12. Gummibärenbande
Material: keins
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: In einer Ecke der Turnhalle baust du eine Absperrung mit kleinen Turnkästen. Das ist die Gummibärchentüte. Bestimme zwei Kinder, die die Gummibärentüte bewachen. Alle anderen Kinder sind die Gummibären und gehen hinter die Absperrung. Die Gumibären wollen nun ausbrechen, während die Wächter:innen versuchen, dies durch antippen der Kinder beim überschreiten der Barriere zu verhindern. Sobald es Kinder raus geschafft haben, dürfen die Wächter:innen versuchen sie zu fangen. Gefangene Kinder müssen selbstständig wieder zurück hinter die Absperrung.
Hinweis: Das Spiel funktioniert gut mit den 5-6 Jährigen. Vor allem die Fänger:innen sollten mindestens 5 Jahre alt sein, da sie sich taktischer verhalten und Absprachen treffen müssen (wer bewacht die Tüte und wer fängt die entflohenen Gummibären).
13. Schlafmütze

Material: Poolnudel
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Bestimme ein fangendes Kind. Das Kind bekommt eine Poolnudel. Alle anderen Kinder verteilen sich im Raum. Wer vom fangenden Kind berührt wird, schläft ein (auf den Boden legen) und kann durch ein Wachkitzeln durch ein anderes Kind geweckt werden.
Hinweis: Wenn viele Kinder mitspielen, sollten zwei Kinder fangen.
14. Die Mumie
Material: Sandsäckchen oder Schiffontücher
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Lege eine kleine Turnmatte in den Raum. Dort legt sich ein Kind drauf, das Kind ist die Mumie. Die anderen Kinder knien sich drumherum und bedecken das Kind mit den Sandsäckchen. Wenn alle Sandsäckchen verteilt sind, werden alle ganz ruhig und warten. Die Mumie entscheidet selbst, wann sie wach wird und aufspringt. In dem Moment dürfen auch alle anderen Kinder aufspringen und weglaufen. Die Mumie versucht ein Kind zu fangen. Wer gefangen wurde, ist die nächste Mumie.
Hinweis: Das Spiel erfordert einiges an Geduld und ist gleichzeitig sehr aufregend. Am besten spielst du es mit den etwas älteren und mit einer Gruppe von maximal 8 Kindern,
15. Eisbär, Eisbär, was frisst du heute?
Material: keins
Dauer: 10 Minuten
Beschreibung: Ein Kind sitzt in auf dem Boden und ist der Eisbär. Die anderen Kinder laufen im Kreis um das Kind herum und fragen: „Eisbär, Eisbär, was frisst Du heute?“. Der Eisbär nennt dann lauter Lieblingsspeisen: Nudeln, Pizza, Eis etc. Ruft er jedoch „Fisch“, müssen die anderen Kinder schnell weglaufen. Der Eisbär versucht ein Kind zu fangen. Das gefangene Kind ist der nächste Eisbär.
Hinweis: Das Spiel funktioniert gut mit etwas kleineren Gruppen. So hat jedes Kind die Chance, einmal Eisbär zu sein.
Komplette 45-minütige Turnhallenstunde für das Kinderturnen
Tipp: Beginne und beende bei Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren jede Bewegungsstunde mit einem wiederkehrenden Ritual. Eine Auswahl an Ritualen findest du im Beitrag: 10 Rituale für das Kinderturnen (noch in Arbeit).
| Zeit | Spiel | Material | Kurze Spielbeschreibung |
|---|---|---|---|
| 5 Min | Anfangsritual | keins | Begrüßung der Kinder, evtl. Namensrunde. Dann Rital der Wahl. |
| 5 Min | Feuer, Wasser, Sturm | Matten, Bänke | Kommandospiel: „Feuer“ – an die Wand, „Wasser“ – auf Matten, „Sturm“ – flach hinlegen. |
| 10 Min | Gummibärenbande | Sprungkästen | Alle Kinder stehen hinter der Absperrung und wollen ausbrechen. Die Wächter:innen versuchen dies zu verhindern. |
| 15 min | Freispielphase | Tücher, Bälle, Reifen, Rückschlagspiele | Die Kinder entscheiden selbst, womit sie spielen wollen. Wenn du einen Parkour aufgebaut hast, dürfen sie diesen nun frei erkunden. |
| 7 Min | Schatzklau | Kleinmaterialien | Die Kinder schleichen sich an die Oberpiratin heran und versuchen einen Teil des Schatzes zu klauen. Sind sie zu lauf, wacht die Oberpiratin auf und versucht ein Kind zu fangen. |
| 3 min | Abschlussritual | keins | Ritual nach Wahl. |
Fazit zum Thema „Bewegungsspiele für 3-6 Jährige in der Turnhalle“
Bewegungsspiele sind nicht nur Spaß, sie sind auch wichtig für die Entwicklung von Kindern. Wenn du die Fähigkeiten der Kinder im Blick hast, kannst du die Spiele so wählen, dass alle mitmachen und sich wohlfühlen. Wichtig ist, dass niemand auf dem Abstellgleis landet, sondern immer die Möglichkeit bekommt, in Bewegung zu bleiben. Rollenveränderung anstatt Ausscheiden macht die Spiele fairer und motivierender. So lernen die Kinder spielerisch neue Bewegungen, soziale Fähigkeiten und haben vor allem Freude an der Bewegung.
Quellen
- https://schnitzeljagd-ideen.de/bewegungsspiele/
- https://www.liederturnen.de/ideen_kinderturnen/bewegungsspiele.html
- https://www.udv.de/resource/blob/79638/acfdc5a9512ed18359a1be5a0bbdfad3/5-entwicklung-der-motorischen-faehigkeiten-data.pdf
- https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/entwicklungsschritte/geistige-entwicklung/
- https://www.familienhandbuch.de/babys-kinder/bildungsbereiche/bewegung/diemotorische-entwicklung.php
- https://www.msdmanuals.com/de/heim/multimedia/table/meilensteine-der-entwicklung-18-monate-bis-6-jahre



